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HAUSKAUF: AUCH IN DIE TIEFE GEHEN!

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Feuchte an Kelleraußenwänden

Der Zustand des Kellers ist oft besonders kritisch für das Gebäude. Dies hat die unterschiedlichsten Ursachen.

Diese sind zum einen Probleme im Inneren und von außen. Beginnen wir mit den Feuchteschäden, die von außen herrühren.

Das sind:

  1. Aufsteigende Feuchte im Fundament
  2. Eindringende Feuchte über das Außenmauerwerk

Bei sehr alten Gebäuden, d.h. Gebäude die vor 1960 gebaut wurden, gibt es oftmals keine Abdichtungslage zwischen dem Fundament und dem aufsteigenden Mauerwerk. Dies lässt bei feuchtem Erdreich Wasser kapillar über das Fundament in das Mauerwerk aufsteigen. Die Feuchte sucht dann den kürzesten Weg zur Abtrocknung: über die Wandoberfläche. Nun werden im aufsteigenden Wasser im Erdreich gelöste Salze transportiert. Verdunstet nun das Wasser an der Wand, kann das Salz diesen Weg nicht mitgehen. Es kommt zur Kristallisation an der Oberfläche bzw. im oberflächennahen Putz. Dabei zerstören diese Salze aufgrund ihrer Ausdehnung die Putz- und Farbstruktur. Die unschöne Folge: Absandungen und Abblätterungen, es bilden sich flaumige weiße „Bärte“. Diese werden oft für Schimmel gehalten, sind aber sogenannter Salpeter.

Das gleiche Phänomen kann durch eindringende Feuchte aus dem an den Kelleraußenwänden anliegenden Erdreich auftreten, sofern keine ausreichende Abdichtung vorhanden ist.

Aber es gibt auch:

  1. Feuchteeintrag über die Raumluft
  2. Feuchteeintrag über die Außenluft
  3. Feuchteeintrag über Materialien und Kleidung

Schimmelbildung im Kellergeschoss tritt zumeist dann auf, wenn Raumluftfeuchte an den Wandoberflächen kondensiert. Was braucht es dafür? Ungedämmte Kellerwände sind die häufigste Ursache. Die Kellerwände werden in der Regel nicht erwärmt. Feuchtigkeit, beispielsweise Luftzufuhr aus den darüber liegenden Räumen, dringt in den Keller ein. Auch im Sommer geöffnete Kellerfenster haben diesen Effekt. Warme, feuchte Luft strömt in den Kellerraum ein, die Feuchte kondensiert an den kalten Kellerwänden. Diese sind, da sie im kühlen Erdreich eingebunden sind, eben auch im Sommer kühl, die feuchte Sommerluft kondensiert an der Oberfläche. In Verbindung mit den eingetragenen Sporen bildet sich an der Wand ein ideales Medium. Hallo Schimmel!

Findet sich Schimmel im Keller, so ist dies nicht unbedingt ein Grund vor einem Kauf zurückzuschrecken. Hier reichen oft einfache Maßnahmen, um dem Problem Herr zu werden. Natürlich muss der Schimmel zunächst beseitigt werden. Wenn dann sinnvoll saniert wird, wird eine neuerliche Schimmelbildung vermieden, oft mit geringem Aufwand.

Zur Schimmelvorbeugung können hygrothermisch gesteuerte Lüfter mit entsprechender Sensorik eingesetzt werden. Dies ist ohne großen finanziellen Aufwand zu realisieren. Etwas aufwändiger wird es, wenn der Keller, wie heutzutage beliebt, zum Wohnraumkeller ausgebaut werden soll. Dann ist es zwingend notwendig, dass die Wände von innen gedämmt werden. Zu diesen Maßnahmen sollte man einen ausgewiesenen Fachmann zu Rate ziehen, der sich mit der Bauphysik auskennt. Dieser setzt dann die jeweils geeigneten Systeme ein, die entweder dampfdicht sind oder aber eine Rücktrocknung zulassen.

Der Weg zum Fachmann lohnt sich.

Die Schimmelterminator-Profis helfen Ihnen gerne!

Mehr erfahren sie unter www.schimmelterminator.com.

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